Skiclubhütte auf der Hornisgrinde




Trotz dessen, 1947 ereilte die aus Holz erbaute Hütte ein anderes Schicksal, bei dem keine juristischen Kniffe halfen: Sie brannte aus nie geklärten Gründen nieder und wurde bis 1954 neu aufgebaut. Dabei wurde das alte Steinfundament erneut verwendet, die Gelegenheit jedoch genutzt, die neue Hütte insgesamt zu vergrößern: Somit bietet die heutige Hütte 22 Personen eine reguläre Übernachtungsmöglichkeit in einem 8er-, zwei 4er- und drei 2er-Zimmern. Zusammen mit auf dem Speicher aufgeschlagenen Matratzenlagern haben schon fünfzig Personen in 1.145 m Höhe übernachtet. Die Hütte besteht aus vier Etagen (Keller, Erdgeschoß, 1.OG und Speicher) und auch die heutige Hütte ist aus Holz gebaut. Im Keller findet sich neben dem Heizraum mit Ölheizung eine Toilette und ein Waschraum mit fließend Wasser. Die Abwasserentsorgung ist in dieser Höhe leider sehr aufwendig und daher hat Wasser sparen höchste Priorität! Im Erdgeschoss befindet sich die Küche mit einem E-Herd und einem Holzofen, der besonders bei geringer Besucherzahl auch anstelle der Ölheizung in Betrieb genommen wird und es im Winter in der Küche erstaunlich warm werden läßt.
Hinter der Hütte steht der Holzschuppen, in dem sich das Holz für den besagten Küchenholzofen befindet, das dort 2-3 Jahre lagert und austrocknet, bevor es verbrannt wird. Auf zweimal im Jahr stattfindenden sogenannten Hüttenarbeitswochen - eigentlich nur Wochenenden - sorgen die aktiven Mitglieder des Clubs für die Instandhaltung der Hütte, Verschönerungsarbeiten und die Versorgung mit genug Holz.
Auf der Schwarzwaldhütte des ASCK ist auch die Hohe Küche ein Begriff, und zwar im doppelten Sinne: Auf fast 1200 m wurden an diesem Ort schon immer Speisen höchsten Niveaus auf Elektroherd und Holzofen zubereitet (vom Grillen im Sommer vor der Hütte ganz zu schweigen). Hobbyköche und Gourmets sind hier in ihrem Element. Zum Feste-Feiern bietet sich die Hütte geradezu an. So lädt unsere Feuerstelle und der Schwenkgrill zu sommerlichen Grillfesten ein, und im Winter schließt sich der gemütlichen Feuerzangenbowle noch eine Rodelpartie bei Mondschein an, oder die Nacht wird mit dem ASCK - Quattrophonik - Sound - System zum Tage gemacht.
Aber auch für skifahrerische Unternehmungen im Umkreis der Hütte oder für Wanderungen im Sommer ist sie ideal. Zum Hütteninventar gehören auch diverse Langlaufausrüstungen, Rodelschlitten/-tüten und LKW-Schläuche.
Wer jetzt nach all dem Geschilderten denkt: »Toll, das wäre auch was für unseren
Kegelclub, so ein Wochenende auf einer Hütte - an wen muß ich mich denn da
wenden?«, den müssen wir leider enttäuschen, denn an Außenstehende vermieten wir
unsere Hütte nicht. Das hat zwei Gründe: Erstens ist der ASCK nicht darauf
bedacht, durch Hüttenvermietungen einen Gewinn zu erzielen, und zweitens ist
aufgrund der recht komplizierten Hüttentechnik, die selbst eingeweihten
(angehenden) Akademikern manchmal Rätsel aufgibt, das Risiko einfach zu groß,
daß durch Unkenntnis unabsichtlich Schäden entstehen (wird beispielsweise vor
dem Verlassen der Hütte das Wasser nicht sachgemäß abgelassen, können beim
nächsten Frost die Rohrleitungen platzen). Mit anderen Worten: Wir beseitigen
lieber nur den Schaden, den wir auch selber angerichtet haben.
Skiclubmitgliedern steht die Hütte dagegen jederzeit zur Verfügung.
